Unser Alltag ist anstrengend und damit der Körper auch bei viel und intensiver körperlicher und geistiger Betätigung fit und belastbar bleibt, ist neben einer gesunden und guten Ernährung vor allem eines wichtig: Der Schlaf.
Wir verbringen die Hälfte unseres Lebens schlafend und füllen nachts die Batterien unseres Körpers auf, um am nächsten Morgen energiegeladen in den Tag gehen zu können. Aber was passiert beim Schlaf und warum ist er so wichtig?
Manch einer fühlt sich erst schlaflos richtig wohl, wenn er eine ganze Nacht durchfeiern kann, um dann übermüdet ins Bett fallen zu können und ausgeschlafen aufstehen zu können. Wer sich in einem gewissen Rahmen den Schlaf entzieht, kann das genießen und es gibt sogar Therapien mit denen Depressionen behandelt werden, die mit Schlafentzug wirken. Doch auch beim Wachbleiben gilt der alte Grundsatz “Die Dosis macht das Gift”: Wer sich zu lange vom Schlafen abhält oder abgehalten wird, fällt leicht in den sogenannten Sekundenschlaf, der jedes Jahr Ursache vieler Verkehrsunfälle ist, oder man trägt dauerhafte Schäden davon. Wer – zum Beispiel durch eine Krankheit – über Wochen und Monate zu wenig schläft, kann Persönlichkeitsstörungen entwickeln oder sogar an den Folgen des fehlenden Schlafes sterben. Nicht umsonst gilt Schlafentzug sogar als wirksame Foltermethode.
Schlaf ist also lebenswichtig für den Menschen und ist essentiell für die Regeneration unseres Körpers, vor allem wenn man Sport betreibt. Diese Regeneration ist mindestens ebenso wichtig wie das Trainieren und besonders viele, die nur hin und wieder sportlich aktiv sind oder zum ersten Mal ein Fitnessstudio besuchen, unterschätzen ihr eigenes Schlafbedürfnis. Wer wirklich intensiv Sport betreibt, sollte zwischen 8 und 10 Stunden schlafen und wer damit Schwierigkeiten hat, sollte sich einen festen Schlafrhythmus aneignen, damit der Körper seine innere Uhr nicht ständig neu einstellen muss. Das erzeugt nämlich Stress und Unwohlsein und verhindert damit einen gesunden, tiefen und erholsamen Schlaf. Ein verwandtes Phänomen ist der Jetlag, ein Stresssymptom, das Auftritt, wenn der Körper durch die Zeitverschiebung beim Reisen aus dem Rhythmus gebracht wird.
Viele Menschen leiden unter Einschlafstörungen, dabei gibt es einige einfache Mittel, um den Körper dabei zu unterstützen zur Ruhe zu kommen:
- Entspannungsrituale und möglichst immer wiederholte Einschlafriten, die man unterbewusst mit dem Einschlafen verbindet, helfen beim Loslassen. Wer zum Beispiel vor dem Zubettgehen einen Beruhigungstee trinkt, meditativer Musik lauscht oder zusammen mit dem Partner den Tag Revue passieren lässt, fühlt sich unbeschwerter und schläft besser.
- Egal ob man Sportler ist oder ob man den ganzen Tag weitgehend unbeweglich im Bürostuhl verbringt, beides ist ein körperliches Extrem, das den Körper fordert. Massagen können die Durchblutung verstärken, Verspannungen lösen und helfen, die Heilung der kleinen Mikrorisse in den Muskeln, die durch Belastungen hervorgerufen werden, zu beschleunigen und vor Muskelkater und Rückenschmerzen zu schützen.
- Experimentieren Sie mit verschiedenen Schlafhaltungen, verschiedenen Decken und verschiedenen Kissen. Jeder hat eigene Bedürfnisse im Bezug auf die Schlafergonomie. Es gibt unzählige Varianten an Dicke, Füllung oder Temperatur. Wer sein ganz persönliches Ideal findet, schläft besser.
Von Medikamenten zum Einschlafen, ist, sofern es sich nicht um ersthaft krankheitsbedingte Schlafstörungen handelt, abzuraten, gibt es doch wirkungsvolle natürliche Wege, um dem guten Schlaf auf die Sprünge zu helfen; Ohrakupunktur hat zum Beispiel eine nachweislich höhere Wirkung als das Medikament Diazepam. Des Weiteren zu empfehlen sind Präparate mit dem natürlichen Baldrian-Kraut oder ein warmes Entspannungsbad mit Melissen- oder Lavendelöl.